diverse Arbeiten

Nadelbinden

Nadelbinden ist eine seit der Steinzeit bestehende Technik und dem heute besser bekannten Stricken sehr ähnlich. Das Gewebe wird allerdings nicht mit einem Endlosfaden und zwei Nadeln, sondern einem Fadenstück (das bei Bedarf verlängert – angestückelt- wird) und einer großen Nadel hergestellt.
Vorteil am nadelgebundenen Gewebe: Pausen sind jederzeit möglich, ein „Davonlaufen“ der Maschen hingegen nicht.

Fingerloop & Lucet

Mittelalterverein, Sectio Artificerum,altes Handwerk, altesHandwerk, historisches Handwerk, Mittelalter, mittelalterliches Handwerk, Linz, Enns, Österreich, Fingerloop, Fingerschleifen, 13 Jahrhundert,
(Quelle: Wandfresko aus dem Haus "Zur Kunkel" in Konstanz; 13.-14. Jhd.)

Mit der Fingerloop-(Fingerschleifen-)Technik lassen sich Kordeln mit mehreren Fäden herstellen. Im Mittelalter wurden so besser haltbare Fäden für Kleidungskordeln hergestellt.
Die Arbeit lässt sich schlecht unterbrechen und auch die Fadenlänge ist begrenzt (Armspanne, Körperspanne).

Das Lucet ist eine Art Gabel, auf der ein (variabel auch zwei) Faden (Fäden) zu einer Kordel verknüpft wird. Der Ausgangsfaden kann hier bedeutend länger sein als beim Fingerloopen, die Dicke ist aber begrenzt. Die Arbeit kann leicht(er) unterbrochen und wiederaufgenommen werden. Leider ist es allerdings nicht belegt, dass diese Strickgabeln wirklich verwendet wurden.

Knochenhandwerk

Aus Horn und Tierknochen wurden seit jeher Alltagsgegenstände hergestellt. Vom Spielwürfel zum Nadeldöschen, bis hin zum Haarkamm - all diese Gegenstände sind in diversen Funden belegt.
Da es sich um ein "spezielles" Rohmaterial handelt, können wir Knochenhandwerk nicht immer vorführen, beantworten dazu aber gerne Fragen.